Die Wahre Geschichte des Mikao Usui

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Die Wahre Geschichte des Mikao Usui

Mikao Usui

Über Mikao Usui und die Gründung seiner sehr bekannten und beliebten Reiki-Methode sind allerhand Geschichten und Gerüchte im Umlauf, von denen einige jedoch an den Haaren herbeigezogen sind. Man findet im Internet auch die verschiedensten Aussagen. Warum also sollte gerade diese Geschichte, der Wahrheit näher sein, als alle anderen? Ganz einfach, eine meiner Reiki-Lehrer, Hiroko Kasahara, ist gebürtige Japanerin und sie hat sich die Mühe gemacht, die japanische Inschrift auf Mikao Usui's Gedenkstein neben seinem Grab ins Deutsche zu übersetzen. Von allen möglichen Quellen über Usui, ist der Gedenkstein, welcher von einem seiner Schüler aufgestellt wurde, die wohl unverfälschteste und der Wahrheit am nächsten. Ich werde hier nun den Text abtippen, welche meine Lehrer Hiroko und Josef in ihrer Reiki-Mappe an ihre Schüler weitergeben:

Geschichte der Reiki-Methode und ihr Gründer Mikao Usui

Von Usui-Sensei*1 wird oft fälschlich behauptet, er sei Professor der Doshisha-Universität oder ein christlicher Priester gewesen. Diese Legende entspricht nicht den Tatsachen. Oft wird er Dr. Usui genannt, aber er war nicht promoviert. Über die Geschichte des Reiki und Usui-Senseis Leben und Usui-Senseis Nachfolger gibt es zahlreiche erfundene Erzählungen. Vermutlich wurden diese benötigt, um damals, direkt nach dem Krieg zwischen Japan und den USA, Reiki in den USA verbreiten zu können. Die wahre Geschichte von Usui-Senseis Leben ist jedoch auf dem Gedenkstein für Usui-Sensei, der neben seinem Grab aufgestellt wurde, verzeichnet.

Usui-Sensei wurde am 15. August 1865 in einem kleinen Dorf der Präfektur Gifu in Japan geboren. Schon als Kind lernte er sehr fleißig, so daß seine Fähigkeiten denen seiner Altersgenossen weit überlegen waren. Er studierte in Europa, Amerika und China, er hat aber nie promoviert. Trotz seiner besonderen Fähigkeiten hatte er beruflich nicht viel Erfolg. Er hatte oft Pech und finanzielle Schwierigkeiten. Er lebte sozusagen als ein freier Mensch. So zu leben war zu seiner Zeit in Japan viel schwieriger als heute. Er war warmherzig und bescheiden, legte wenig Wert auf Äußerlichkeiten. Er war von kräftiger Statur und lächelte immer. Aber wenn es darauf ankam, bewies er Willensstärke. Er war sehr geduldig und bedachtsam. Er las gern und war auf den verschiedensten Gebieten beschlagen, so z.B. in Geschichte, Medizin, Buddhismus, Christentum, Psychologie, Parapsychologie, Orakelwesen und Physiognomik. Sein weiter geistiger Horizont und sein unermüdliches Streben waren die Basis für die Entwicklung der Reiki-Methode.

Usui-Sensei übte verschiedene Berufe aus, wie z.B. als Beamter, Angestellter, Unternehmer, Journalist, Sekretär eines Politikers, Missionar einer Religionsgemeinschaft, Erzieher für Sträflinge. Indem er auf diese Weise Erfahrungen sammelte, die Schauseite und Abseite der Gesellschaft erlebte, sah er sich eines Tages mit der Frage konfrontiert: Was ist der Sinn des Lebens.? Durch seine unermüdliche Suche nach Wahrheit gelangte er zu der Antwort, dass das Leben letztendlich darauf zielt, ein Urvertrauen zum Universum und die unerschütterliche Ruhe der Seele zu gewinnen. Das heißt, zu begreifen, daß wir zwar unser Bestes tun müssen, aber das, was wir trotzdem nicht ändern können, dem Universum überlassen müssen und zu einem Zustand der Sorglosigkeit oder des Urvertrauens gelangen müssen.

Der Autor des Buches "Die moderne Reiki Methode zur Heilung", Hiroshi Doi*2 schreibt, daß bei Usui Sensei dieses Begreifen als die erste Stufe der Erleuchtung angesehen wird. Die Erleuchtung habe verschiedene Stufen. In der ersten Stufe gelange man rational zu dieser Erkenntnis, das ist die Erkenntnis auf mentaler Ebene. Wahre Erleuchtung heiße aber, durch ein höheres Selbst die Wahrheit intuitiv zu erkennen und durch die Übereinstimmung mit dieser Wahrehit zur ewigen Freude zu gelangen. Usui-Sensei hat dies zwar verstanden, war aber noch nciht erleuchtet. Um zur Erleuchtung zu gelangen, trat er in einen Zen-Tempel ein und übte drei Jahre Zen aus. Trotzdem konnte er nicht zur Erleuchtung gelangen. Verzweifelt fragte er einen Zen-Meister: "Wie kann ich die Erleuchtung erlangen?" Der Meister antwortete darauf spontan: "Dann strerben Sie einmal." Usui-Sensei dachte, sein Leben wäre zu Ende. Entschlossen begann er, auf dem Kurama-Berg*3 zu faasten. Das war im März 1922. Er war damals 57 Jahre alt.

Am 21. Tag seines Fastens spürte er um Mitternacht einen heftigen Stoß, als ob ein Donnerschlag ihn auf den Kopf getroffen hätte. Er verlor sein Bewußtsein. Als er wieder zu sich kam, wußte er nicht, wie viele Stunden er bewußtlos gewesen war. Es war gerade bei Sonnenaufgang. Es war ein Erwachen, das er noch nie zuvor erlebt hatte. Er fühlte, daß sein Körper und seine Seele vollkommen erfrischt waren. Mit dem hefitgen Schlag, der ihn auf den Kopf getroffen hatte, war die Energie des Universums in seinen Körper und seine Seele gedrungen. Die Energie des Universums und seine eigene Energie schwangen ineinander. Usui-Sensei gelangte zur Einheit mit dem Universum: Er war erleuchtet.

Als er voller Freude den Berg hinunterstieg, stolperte er über einen Stein. Ein Zehennagel war abgerissen. Unwillkürlich legte er seine Hand auf die Wunde. Sein Schmerz verschwand sofort und seine Wunde war geheilt. Zunächst probierte er diese heilende Fähigkeit am eigenen Körper und bei seiner Familie aus, und er stellte fest, daß die Wirkung sofort eintrat. Danach entwickelte er die Reiki-Methode und eine Methode, diese Fähigkeit auf andere zu übertragen. Er sagte: "Es wäre nicht gut, diese Fähigkeit für sich zu behalten. Wir müssen sie unseren Mitmenschen weitergeben und die Freude mit ihnen teilen."

Kurama Tempel

Im April 1922 (d.h. ca. einen Monat nach dem Erleuchtungserlebnis auf dem Kurama-Berg) zog er nach Tôkyô um und gründete dort die "Gesellschaft für die Usui-Reiki-Heilmethode" (Usui Reiki Ryôhô Gakkai)*4. Er unterrichtete und behandelte viele Leute, und vor der Tür seiner Praxis stand immer eine sehr lange Schlange. Im September 1923 ereignete sich das große Kantô-Erdbeben in Tôkyô und Umgebung. Die Stadt brannte fast vollständig nieder, da die Häuser damals fast alle aus Holz gebaut waren. Usui-Sensei behandelte und heilte unzählige Menschen. Sein Ruf wurde immer größer und größer. Usui-Sensei wurde in ganz Japan eingeladen, zu unterrichten und zu behandeln. Auf einer solchen Reise erkrankte er und starb am 9. März 1926 im Alter von 61 Jahren. (Das war vier Jahre nach seiner Erleuchtung auf dem Kurama-Berg.)

Usui-Sensei übte insgesamt vier Jahre Reiki aus. In diesen vier Jahren hatte er ca. 2000 Schüler. Er soll etwa 21 Schüler zum Meister-Grad (shinpi-den)*5 geweiht haben. Von diesen wurden bis jetzt nur elf Schüler identifiziert. Unter diesen elf sind drei Frauen. Von Usui-Sensei und seinen Schülern sollen über eine Million Menschen behndelt und geheilt worden sein. Usui-Sensei sah das Ziel der Reiki-Heilmethode nicht nur darin, Krankheiten zu behandeln und zu heilen, sondern auch darin, das Bewußtsein zu erweitern und sich spirituell zu entwickeln, die Gesundheit der Seele und des Körpers zu erhalten und schließlich das Glück des Lebens zu finden und zu genießen. Hierfür lehrte er "Die fünf Lebensregeln." Diese nannte er "Wertvolle Methode zur Glücksfindung und Allheilmittel gegen alle Krankheiten." Seine Lebensregeln lauten: "Gerade heute ärgere dich nicht, sorge dich nicht, sei dankbar, arbeite hart, sei freundlich zu deinen Mitmenschen."*6 Er empfahl seinen Schülern, morgens und abens mit gefalteten Händen diese fünf Lebensregeln zu rezitieren und sie täglich in die Tat umzusetzen.

Usui-Sensei hinterließ ein Handbuch der Reiki-Methode. In diesem Handbuch sind Usui-Senseis Lehrreden aus seinen Seminaren von seinen engsten Schülern zusammengefasst worden und auch Usui-Sensei hat teilweise selbst geschrieben. Hier wird Reiki in Form von Fragen und Antworten erklärt, und gerade diesen Teil, "Fragen und Antworten" soll Usui-Sensei selbst verfaßt haben. Eine Frage lautet: "Aus welchem Grund hat die Usui-Reiki-Heilmethode eine solch heilende Wirkung?" Usui-Sensei antwortet darauf: "Diese Methode wurde mir von niemanden übermittelt. Und ich habe nie geforscht, um diese heilende Fähigkeit zu erlangen. Sondern beim Fasten bin ich auf mystische Weise mit der Energie des Universums in Berührung gekommen und habe zufällig selber gemerkt, daß ich diese Fähigkeit erhalten habe. Ich bin zwar der Gründer dieser Methode, aber ich kann nicht erklären, warum sie wirkt. Die heutige Wissenschaft kann das kaum ergründen, aber ich glaube, daß diese Methode in Zukunft eines Tages mit der Wissenschaft zusammengehen wird."

Es gibt eine Legende um Usui-Sensei, er sei von einem Schüler in einer christlichen Schule nach Heilmethoden gefragt worden, habe daraufhin in vielen Büchern danach geforscht und habe schließlich in einem in Sanskrit geschriebenen Sûtra von dieser Methode mit Darstellung von Symbolen erfahren, und er habe am 21. Tag seines Fastens eine Licht-Erscheinung dieser Symbole gesehen. Diese Legende kann nicht stimmen, denn Usui-Sensei selber sagt, daß er diese Fähigkeit zufällig erhielt und zufällig selber entdeckte, daß er sie erhalten hatte. Außerdem war er nie Lehrer oder Priester in einer christlichen Schule.

Usui-Sensei benutzte weder Symbole noch Mantras. Als er aber sah, daß einige seiner Schüler Schwierigkeiten hatten, Fern-Reiki zu praktizieren, kam er darauf, Symbole und Mantras als Hilfmittel für Anfänger einzusetzen. Die Symbole übernahm er teilweise aus dem Buddhismus und teilweise aus dem Shintôismus des Altertums. Hiroshi Doi erklärt, die Symbole und Mantras solle man vergleichsweise als Stützräder eines Fahrrades und nicht als die Haupträder verstehen. Es sei wichtig, am Anfang viel zu üben und dabei Symbole und Mantras einzusetzen. Aber wenn man genügend Erfahrungen gesammelt hat und sich damit sicher fühlt, solle man anfangen, eine Stufe höher zu gehen; d.h. man solle der jeweiligen eigenen Entwicklung entsprechend von den Symbolen und Mantras ablassen und sich ohne Anwendung dieser Symbole und Mantras direkt mit der jeweiligen Energieschwingung verbinden (d.h. ohne Stützräder nur mit den Haupträdern fahren). Die Symbole sind ein sehr wertvolles Hilfsmittel, aber man solle sie nicht heiligen oder anbeten.

Auch die oft märchenhaft erzählte Geschichte, Usui-Sensei habe sieben Jahre lang in einem Armenviertel in Kyôto kostenlos die Obdachlosen behandelt, kann nicht stimmen. Denn er hat im März 1922 gefastet und die Fähigkeit des Heilens erhalten un schon einen Monat später gründete er in Tôkyô seine Gesellschaft und übte dort seine volle Tätigkeit aus. Außerdem übte er bis zu seinem Tod insgesamt nur vier Jahre lang Reiki aus.

Kurama Wald

Dr. Chûjirô Hayashi (1879-1940) war Marinearzt und Oberst bei der Marine. Mehrere direkte Nachfolger Usui-Senseis waren Marineoffiziere. Man vermutet, daß Reiki bei der Marine sehr verbreitet war. Dr. Hayashi erhielt im Jahr 1925 von Usui-Sensei die Mesiter-Weihung und eröffnete im gleichen Jahr eine Praxis in Tôkyô. Dort standen acht Behandlungstische und arbeiteten 16 Behandler. Einen Klienten haben zwei Behandler behandelt. Die Praxis soll sehr floriert haben. Als Usui-Sensei im folgenden Jahr starb, verließ Dr. Hayashi dei Gesellschaft für die Usui-Reiki-Heilmethode. Nach Usui-Senseis Tod verließen viele seiner Schüler diese Gesellschaft und gründeten eigene Reiki-Gesellschaften. Dr. Hayashi gründete das Hayashi-Reiki-Institut und entwickelte auf der Basis von Usui-Reiki ein eigenes System mit Theorie und Technik. Er soll u.a. die Einweihungsmethode Usui-Senseis ziemlich verändert und weiterentwickelt haben. Und diese von ihm veränderte und weiterentwickelte Einweihungsmethode wurde über Frau Takata in den Westen übermittelt. Dr. Hayashi hat insgesamt dreizehn Schüler zum Meister geweiht, darunter zwei Frauen, nämlich Frau Hayashi (seine Ehefrau) und Hawayo Takata. Nach seinem Tod übernahm Frau Hayashi das Hayashi-Reiki-Institut. Aber nach ihrem Tod konnte niemand das Institut übernehmen. Sie hatten zwar zwei Kinder, aber diese wandten sich von Reiki ab, da in ihrer Kindheit die Eltern ständig wegen Reiki unterwegs waren.

Hawayo Takata (1900-1980) war Hawaiianerin japanischer Abstammung. Als sie schwer erkrankte und ihr Arzt ihr sagte, daß sie nicht mehr lange zu leben habe, entschloß sie sich 1935, nach Japan zu fahren. Ein japanischer Arzt vermittelte sie an die Praxis von Dr. Hayashi. Nach zweimonatiger Reiki-Behandlung ging es ihr viel besser und in acht Monaten wurde sie vollständig geheilt. Sie arbeitete und lernte ein Jahr bei Dr. Hayashi und ging dann wieder nach Hawaii zurück. Im Jahr 1938 besuchte Dr. Hayashi sie in Hawaii und weihte sie zum Meistergrad. Zwei bis drei Jahre vor ihrem Tod begann sie ihrerseits, ihren Schülern den Meistergrad zu verleiehn (d.h. sie hat etwa vierzig Jahre lang keinen zum Meistergrad geweiht). Insgesamt 22 Personen wurden von Hawayo Takata zum Meister geweiht. Durch diese 22 Meister wurde Reiki auf der ganzen Welt verbreitet, und in zwanzig Jahren stieg die Zahl der Reiki-Praktizierenden auf über 5 Millionen.

Hawayo Takatas Enkelin Phyllis Lei Furumoto, eine der 22 Meister/innen, gründete 1981 die "Reiki-Allianz". Eine andere Meisterin, Barbara Rey, gründete 1982 die "American International Reiki Association", die heute "Radiance Technic" heißt. Ab der zweiten Hälfte der 1980er Jahre wurde Reiki vom Westen nach Japan reimportiert und dort langsam verbreitet. In Japan gibt es heute ca. 50.000 Reiki-Praktizierende. Im Westen wurde gesagt, daß es in Japan keinen Nachfolger des Usui-Sensei mehr gebe. Aber in den 1990er Jahren wurde durch Hiroshi Doi und Frank Petter bekannt, daß die von Usui-Sensei gegründete "Gesellschaft für die Usui-Reiki-Heilmethode" weiter existierte und heute noch existiert, bei der die traditionelle Reiki-Methode nach Usui Sensei bewahrt wird.

*1 Als Sensei bezeichnet man in Japan z.B. Lehrer, Professoren, Ärzte, Abgeordnete, Anwälte, Autoren, Seminarleiter, usw. Wörtlich bedeutet Sensei "der früher Geborene." *2 Hiroshi Doi "Iyashi no Gendai Reiki-hô", 1996 *3 Der Kurama-Berg liegt nördlich von Kyôto und ist ein berühmter Berg, der mit vielen Legenden verbunden ist. Der Berg ist ein Naturschutzgebiet, in dem viele Pflanzenarten, darunter auch sehr seltene Pfllanzen, wachsen. Der Kurama-Beg gilt als ein Ort der Energie, als ein starker Kraftplatz *4 Diese Gesellschaft existiert heute noch. Ihre Existenz ist bereits durch "Reiki-Feuer" von Frank Petter bekannt. Hiroshi Doi ist Mitglied dieser Gesellschaft *5 Der erste Grad heißt Sho-den (Übermittlung des Anfangs), der zweite Grad Oku-den (Übermittlung der Tiefe), der dritte Grad Shinpi-den (Übermittlung der Mystik.) *6 Hier und da werden die Lebensregeln leicht verändert weitergegeben, was durch die Übersetzung vom Japanischen ins Englische und vom Englischen ins Deutsche herrührt. Dies ist die Übersetzung vom Japanischen ins Deutsche.







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Diese Webseite wurde zuletzt aktualisiert am 10. Februar 2016

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